Argumente

Was spricht gegen die Fällung? (Stand 2007)
  • Durch meine Recherchen und Überlegungen bin ich auf folgende Punkte gestoßen:
  • Der Hohlraum unter dem Baum muß sehr alt sein, denn eine Stelze ist fast völlig von Baumrinde umschlossen.
  • Der Baum hat den Orkan Kyrill sowie sämtliche Stürme und Gewitter der letzten Jahre schadlos überstanden.
  • Das Holz im Hohlraum ist angefault und von Schädlingen befallen, aber trocken! Es ist sicher möglich, den Schädlingsbefall einzudämmen.
  • Die kräftigste Stelze hat an der dünnsten Stelle einen Umfang von ~ 4 Meter. Zusammen mit den anderen Stelzen ergibt sich ein effektiver Umfang von etwa 9 Meter.
  • Der Stamm läuft nach unten hin ungewöhnlich weit aus. Vermutlich hat der Baum den Stabilitätsverlust im Stamminneren mit dem auffallenden Wurzelstocküberwuchs schon vor sehr langer Zeit kompensiert.
  • Dieses natürliche Stabilitätsprinzip wird von Technikern seit Langem imitiert. Populärstes Beispiel ist der Eiffelturm in Paris (siehe unten). Millionen Besucher vertrauen diesem Prinzip jedes Jahr ihr Leben an.
  • Auch ein hohler Baum ist nicht automatisch instabil. Die Arbeitsstelle für Baumstatik hat das vielfach bewiesen. Hier greift das gleiche Argument wie oben: In der Natur ist jeder Pflanzenstengel so aufgebaut, daß die Standsicherheit durch Längsstrukturen in der Außenhülle erreicht wird und nicht durch eine feste Füllung. Extremstes Beispiel ist sicherlich das Schilfrohr.
  • Da die Stelzenform wahrscheinlich auf Überflutung/Auswaschung durch die Müritz im 18. oder 19. Jahrhundert zurückzuführen ist, stellt dieser Baum ein lebendiges Zeugnis der Geschichte der Müritzregion dar.
Wenn es also möglich ist, die Standsicherheit insgesamt und den Zustand der Stelzen dieses Baumes näher zu bestimmen, könnte sich daraus ergeben, daß keine Notwendigkeit zum Fällen besteht!
auslaufende Stelzen

(c) Wikipedia

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